Recht auf Wasser: Abgeordneter beschuldigt Behörden der Untätigkeit

Die Abgeordnete Alexandra Attalidou warf im Parlament eine Frage auf, die in diesem Sommer jeden auf Zypern betreffen könnte: Wird jeder genug Wasser haben? Sie forderte den Menschenrechtsausschuss förmlich auf, das „Recht auf Wasser“ als dringliches Thema zu behandeln.

Wenn kein Wasser aus dem Hahn kommt

Wenn kein Wasser aus dem Hahn kommt, so Attalidou, verspricht der Sommer schwierig zu werden. Millionen von Touristen werden auf die Insel kommen, was bedeutet, dass nicht nur die Einwohner, sondern auch die Hotels Wasser benötigen. Die Behörden hätten es wieder einmal versäumt, die Belastung zu berechnen und das System auf die Hochsaison vorzubereiten, so Attalidou. Die Folge sei, dass vor allem einfache Familien mit Einschränkungen zu kämpfen hätten.

„Wollen wir wirklich Gärten, trockene Bäume und Grünflächen zerstören, damit die Touristen sich im Hotel waschen können? – empörte sich die Abgeordnete.

Sie betonte: Wenn die Regierung nicht für eine ausreichende Wasserversorgung sorgt, verliert Zypern nicht nur Pflanzen, sondern auch die Lebensqualität in den Städten – insbesondere angesichts steigender Temperaturen und des Klimawandels.

Attalidou stellte klar: Die derzeitige Regierung ist für diese Situation verantwortlich. Sie befindet sich im dritten Jahr ihrer Amtszeit und hätte das Defizit vorhersehen und rechtzeitig Maßnahmen ergreifen müssen. Sie besteht darauf, dass das Problem nicht nur auf zypriotischer Ebene, sondern auch im Europäischen Parlament dringend erörtert werden sollte, da es das Grundrecht eines jeden auf Zugang zu Wasser betrifft.

Warum es notwendig ist.

Die Anerkennung des „Rechts auf Wasser“ kann mehrere konkrete Instrumente bieten.

Erstens wird die parlamentarische Kontrolle gestärkt: Der Menschenrechtsausschuss kann Minister zur Rechenschaft ziehen, konkrete Pläne zur Wasserversorgung der Bevölkerung einfordern und parlamentarische Empfehlungen oder Resolutionen einbringen.

Zweitens erhöht die Anerkennung den politischen Druck – sie gibt Aktivisten, NGOs und Medien eine legitime Möglichkeit, das Thema aufzugreifen und Maßnahmen einzufordern.

Drittens schafft sie ein zusätzliches Argument in der öffentlichen und rechtlichen Debatte. Wenn in Zukunft der Zugang zu Wasser eingeschränkt wird und die Grundbedürfnisse der Menschen beeinträchtigt werden, können sich Anwälte und Menschenrechtsaktivisten auf die Anerkennung von Wasser als Menschenrecht berufen. Dies garantiert nicht automatisch einen Erfolg vor Gericht, bietet aber eine stärkere rechtliche Grundlage für Klagen.

Rechts auf Wasser

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